Veranstaltungen:

Weltwechsel 2021: Die mexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez im Fokus. Wenn Ihr teilnehmen wollt, dann lest bitte unten weiter. Inzwischen haben wir nämlich überlegt,eine ganze Vortragsreihe mit Kathrin Zeiske zu veranstalten. Corona-bedingt geht das Ganze natürlich nur Online, also über Zoom (kostenfrei, Ihr müsst evtl lediglich eine kostenlose App runterladen und dann gehts los). Da Kathrin in Mexiko lebt und arbeitet, ist das natürlich die einzig wirklich praktikable Lösung. Weitere Veranstaltungen werden folgen. Wie immer gilt: wollt Ihr teilnehmen, dann meldet Euch bitte per Mail bei uns, und ich schicke Euch/Dir dann den Link mit dem Zugang.

Ihr erreicht mich unter: kontakt@amnesty-greifswald.de

Für die Veranstaltungssreihe zum Weltwechsel 2021 planen wir den Beitrag von Kathrin Zeiske:

„Kann es soziale, globale, klimaneutrale Gerechtigkeit im Weltmarkt geben? Die mexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez im Fokus“

Ciudad Juárez ist bekannt für Kartellgewalt und Frauenmorde. Die Wenigsten wissen, dass auch tägliche Gebrauchsgegenstände wie der eigene Autositz und der Feuermelder im Schlafzimmer hier zusammengebaut werden. Und alles hängt irgendwie zusammen, mit einem der härtesten Grenzregime der Welt, der Ausbeutung von Arbeitskraft mitten in der Wüste und dem globalen Drogenmarkt. Doch es gibt auch eine starke Zivilgesellschaft in der Stadt, die sie versucht lebenswerter zu gestalten und globale Netzwerke für sich zu nutzen. Und nicht zuletzt eine indigene Minderheit, die versucht, ihre eigenen Vorstellungen von Gerechtigkeit in der urbanen Welt einzubringen.

Mehr zum Weltwechsel findet Ihr hier: https://www.weltwechsel.de

Vorerst geplant ist der Dienstag 16.11.2021 um 20:00 h als Termin hierfür, wie immer per Zoom.

++++++++++ Und das habt Ihr bisher versäumt:  ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Die Veranstaltung am 14.6.2021 um 20:00 h MEZ:

Ciudad Juarez – Die Stadt der Frauenmorde.

Femizide und die Forderung nach Gerechtigkeit in der mexikanischen Grenzmetropole Ciudad Juárez
Anfang der 1990er Jahre brachten Akademike­rinnen in Ciudad Juárez zum ersten Mal den Begriff „Femizid“ an. Damals wurden Industriearbeiterinnen der Montagefabriken an der Grenze zu den USA systematisch entführt, vergewaltigt und hingerichtet. Im Jahr 2009 wurde der mexikanische Staat vom Interamerikanischen Menschen­rechtsgerichtshof schuldig gesprochen, eine Aufklärung aktiv zu vereiteln. Seit fast drei Jahrzehnten gehen Aktivistinnen nun gegen die bestehende Straflosigkeit vor. Allen voran die Mütter von Verschwundenen. Mit dem Mord an der Studentin Dana Lozano 2019 durch ihren ex-Freund organisierte sich die Studierendenschaft gegen Frauenmorde und vor einem Jahr empörte sich ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis gegen den Femizid an der jungen Künstlerin Isabel Cabanillas.

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Mexiko, USA: Kein Asyl an der Grenze – Pandemie & Abschottungspolitik unter Trump & Biden.

Mehr Einzelheiten zum Thema findet Ihr unten. Termin für diese Veranstaltung soll der Dienstag 20.4.2021 um 19:30 Uhr (MESZ) sein. Das Ganze geht über Zoom, Ihr könnt Euch einfach mit dem Browser Eurer Wahl anmelden. Evtl. werdet Ihr vorher aufgefordert, eine kleine kostenlose App dafür zu laden.

Zum Thema:

Tausende Asylbewerber:innen für die USA fieberten dem Amtsantritt Joe Bidens entgegen. Seit ein bis zwei Jahren sitzen Menschen aus Mittelamerika, Kuba und anderen Regionen der Welt in den mexikanischen Grenzstädten fest. Diese sind keine sicheren Zufluchtsorte. Tijuana wie Ciudad Juárez führen die Liste der gefährlichsten Städte der Welt und der mit den meisten Frauenmorden in Mexiko an. Hatte Donald Trump schon im Januar 2019 das Asylrecht in die mexikanische Grenzregion ausgelagert, setzte er unter Corona alle Verfahren komplett aus. Gleichzeitig fanden massive Abschiebungen aus den Vereinigten Staaten statt und gravierende Menschenrechtsverletzungen durch die Migrationsbehörde ICE wurden bekannt. Nun liegt alle Hoffnung auf einem Politikwechsel unter Biden. Auch wenn dieser die von Trump auf Wartelisten gesetzten Geflüchteten nun in die USA lässt, werden täglich Hunderte Menschen einfach über die Grenze zurück geschoben. Die Herbergen der mexikanischen Grenzstädte füllen sich einmal mehr und das Recht auf Asyl bleibt ausgesetzt.

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Corona-bedingt ausfallen musste leider:

Im Jahr 2020 wollten wir mit dabeisein bei der Aktion Weltwechsel des Eine-Welt-Landesnetzwerks MV, mit einem Dokumentarfilm zum Thema Asyl:

Gestrandet in Ostfriesland

Ein Filmabend zum Thema Asyl mit Diskussion

Wir schreiben das Jahr 2014. Ort: die Gemeinde Strackholt in Ostfriesland. Eine kleine Gruppe von Flüchtlingen aus Eritrea ist soeben hier „gestrandet“. Doch was erwartet sie hier? Grenzenlose Solidarität oder blanke Ablehnung? Helmut, ein Schuldirektor in Rente, und Christiane, eine Journalistin, beschließen sich um die fünf Männer zu kümmern. Die beiden leisten Hilfestellung bei den Gängen zum Amt, unterstützen die Flüchtlinge mit Deutschunterricht und versuchen, den Neustart in der völlig ungewohnten Umgebung so leicht wie möglich zu machen. Das Hilfeangebot wird von den fünf Neuankömmlingen mit großer Begeisterung angenommen. Doch schnell holt sie die Wirklichkeit ein: die vielen kleinen Konflikte des Alltags, die langsamen Mühlen der Behörden und die ständige Ungewissheit zehren an den Nerven aller Beteiligten.

Ort: Brasserie Hermann, Gützkower Str. 1, 17489 Greifswald

Zeit: 10. Nov. 2020 um 20:00 h

Wir gesagt: Dieser Film läuft im Rahmen der Aktion „Weltwechsel Landesnetzwerk MV“, http://www.eine-welt-mv.de , Weltwechsel 2020. Vielen Dank auch an die Brasserie Hermann, dass wir den Film im Roten Salon vorführen dürfen.

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Im November 2019 hatten wir zwei Filme vorgeführt:

Ein Spielfilm gegen die Todesstrafe mit Susan Sarandon und Sean Penn in den Hauptrollen. Der Film erzählt die Geschichte eines zum Tode Verurteilten in den USA, der seelische Unterstützung erhält von einer Ordensschwester, für die das Thema Todesstrafe bisher recht unbekannt war. Aus ihrer Sicht macht man den Leidensweg des Verurteilten mit, lernt Befürworter und Gegner der Todesstrafe kennen sowie deren Argumente. Ein ungewohnt ernster und vielschichtiger Film aus der Filmschmiede Hollywood.
Wir zeigen den Film im Rahmen der Aktion „Cities for Life“, Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe, koordiniert von der Universitäts- und Hansestadt Greifswald nach einem Beschluss der Greifswalder Bürgerschaft im Jahr 2016.

Mehr unter dem Link:
https://www.greifswald.de/de/verwaltung-politik/rathaus/staedtepartnerschaften-und-internationale-kontakte/Cities-for-Life-Staedte-fuer-das-Leben-Staedte-gegen-die-Todesstrafe

Zeit: 26.11.2019, Beginn um 20:00 h, Eintritt frei.
Ort: Im Turm der Jacobikirche, Greifswald, Eingang zur Wollweberstraße.

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Der zweite Dokumentarfilm startet im Rahmen der Aktion „Weltwechsel“, veranstaltet vom Landesnetzwerk MV zum Thema Menschenrechte und Klimaschutz.

Jairo Fuentes, der junge Anführer der Dorfgemeinschaft von Tamaquito, lebt in den Wäldern im Norden Kolumbiens. Die Natur gibt den Menschen hier alles, was sie zum Leben brauchen. Seit Jahrhunderten gehen sie in den Bergen auf die Jagd, sammeln Früchte und halten Hühner, Schafe und Rinder. Doch die Lebensgrundlage der Wayúu-Gemeinschaft wird durch den Kohleabbau in der Mine «El-Cerrejón» zerstört: Das gewaltige Loch, mit 700 Quadratkilometern der größte Kohletagebau der Welt, frisst sich immer tiefer in die einst unberührte Landschaft. Die Steinkohle wird in alle Welt exportiert. In Deutschland, England und Israel, in den Niederlanden, der Türkei, Japan und den USA produzieren die Kohlekraftwerke damit den Strom, der das Leben schnell, hell und warm macht. Jairo Fuentes ist entschlossen die gewaltsame Vertreibung seiner Gemeinschaft, wie andere Dörfer sie in der Vergangenheit erlebt haben, zu verhindern. Er beginnt Verhandlungen mit den Betreibern der Kohlemine, hinter denen mächtige Rohstoffkonzerne wie Glencore, Anglo American und BHP Billiton stehen. Die Konzerne versprechen den Dorfbewohnern die Segnungen des Fortschritts, die Wayúu hingegen legen keinen Wert auf moderne Häuser mit Stromversorgung und ein so genanntes «besseres Leben». Sie beginnen den Kampf um ihr Leben in den Wäldern, der schon bald zum Existenzkampf wird. «La buena vida – Das gute Leben» erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito vor dem Hintergrund des weltweiten steigenden Energiekonsums, den das Streben nach Wachstum und Wohlstand verursacht.

Mehr zum Film: http://www.dasguteleben-film.de

Dieser Film läuft im Rahmen der Aktion „Weltwechsel Landesnetzwerk MV“, http://www.eine-welt-mv.de , Weltwechsel 2019. Das Thema dieses Jahr lautet „Klimaschutz: There is no planet B“.

Wir planen, den Film zusammen mit der Organisation Urgewald vorzuführen, mehr unter https://urgewald.org

Zeit: 14.11. 2019, Beginn um 20:00 h, Eintritt frei.
Ort: Brasserie Hermann, Gützkower Str. 1, Greifswald.

28. September 2021